<<Zurück Die Geschichte der Simulatoren

Die Technik der Simulation ist schon recht alt. Bereits frühere Kulturen haben sich für das "Training" ihrer Krieger der Simulation bedient. In einer - aus heutiger Sicht - sehr einfachen Konstruktion musste eine Puppe "bekämpft" werden: Equus der Römer.

Die Geschichte der Virtual Reality Technik beginnt 1929 mit der Entwicklung von Flugsimulatoren durch den amerikanische Mechaniker Edwin Link, der auch "automatische Pianos" und Spielzeug baute. Er entwickelte den ersten Flugsimulator. Die Simulation wurde durch ein gelagertes reales Flugzeug vor einer grossen Kinoleinwand mit Kinoprojektor und einem Ventilator erzeugt.

1931 wurde der Simulator unter dem Namen "Pilot Trainer" als Patent eingetragen. Nun handelte es sich jedoch schon um einen, auch aus heutiger Sicht, ernstzunehmenden Flugsimulator.

1944 Die US Air Force gibt den Auftrag zur Entwicklung eines rechnergestützten Flugsimulators - WHIRLWIND.

1962 M. Heilig meldet sein "Sensorama" zum Patent in den USA an. Mit Hilfe dieses Geräts war es möglich, eine simulierte Motorradfahrt durch New York zu unternehmen. Dabei nutzt er zwei Kinoprojektoren zur stereoskopischen Darstellung, einen beweglichen Sitz zur Simulation des Fahrgefühls, einen Kopfhörer für den echt wirkenden Geräuscheindruck. Später wurde das Gerät für den Einsatz an anderen Orten weiterentwickelt.

1972 Die US Air Force beginnt das (später so genannte) VCASS-Programm. Dies diente der Entwicklung eines Simulators mit Head-Mounted-Displays für Kampfpiloten. Weitere geplante Forschungsprogramme für Flugsimulatoren wurden jedoch wegen der zu hohen Kosten eingestellt, damit stagnierte in den 70-ern die Virtual Reality - Entwicklung.

1987 Der Markt der Flugsimulatoren ist bereits aus den anfänglichen Kinderschuhen gewachsen. Die Entwicklung kennt kaum noch Grenzen, jedoch für private Personen, die ihren Traum vom Fliegen ausleben wollen, gibt es leider keine professionelle Flugsimulatoren. Mit diesem Gedanken befasste sich die Entwickler-Crew der Space-Island® Simulatoren, unter der Führung des Entwicklers St. R. B. Otto aus Dörentrup.

Die Zielsetzung war anspruchsvoll: Die Simulatoren sollten ein Höchstmass an Sicherheit für die Gäste bieten, zu ebener Erde zu betreten sein - damit unsere Gäste ohne das lästige Treppensteigen die Simulatoren betreten können - , die Bewegungselemente sollten so angeordnet sein, dass sich ein Rollstuhl direkt an den Simulator anstellen lässt, die Bedienung der simulierten Flüge sollte ohne Vorkenntnisse möglich sein. 

Nach Jahren der Forschung, Entwicklung und Erprobung wurden die Pläne konkret. Aus allen Teilen der Welt wurden Erkenntnisse über vorhandene Simulatoren gesammelt und ausgewertet. 1995 begann die Produktion des ersten Prototyps. Schnell wurden die ersten "Träume" zum Platzen gebracht, denn der Prototyp lies sich kaum bewegen und folgte seinen eigenen Gesetzen.

Ein ganz neues und bis dahin vollkommen unbekanntes Prinzip der Anordnung der aktiven Bewegungselemente ermöglichte einen hochkompakten Aufbau unter Ausschluss bereits bekannter Nachteile. Dieses Prinzip wurde nach eingehenden Tests und Berechnungen weltweit zum Patent angemeldet. Die gravitative pneumatische  Energierückgewinnung über spezielle Festo - Proportionalventile ermöglichen eine hochdynamische Bewegungsfolge des Simulators und ermöglicht auch sehr sanfte Bewegungsabläufe.

Dem ersten Prototypen folgten Weitere und alle landeten eben so schnell wieder auf dem Schrottplatz, wie sie gebaut wurden. Bis zu jenem denkwürdigen Tag am 14. Mai 1997. Der erste erfolgreiche Flug mit dem Simulator war überstanden. Doch die Entwickler hatten jetzt die schwierigste Aufgabe vor sich, die Ausarbeitung der Feinheiten und der bald darauf folgende Test durch echte Piloten.

Am 12.11.1998 fand die erste Präsentation unter dem staunenden Fachpublikum statt. Und nachdem die extra aus Frankfurt und München angereisten Piloten, aus den Maschinen stiegen und erstaunt über die grandiose Leistung der soeben erlebten Flugsimulation berichteten, war allen der Erfolg des Unternehmens gewiss.

Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass der Simulator von innen zu komplex für unerfahrene Piloten war. Denn allein das Bedienen der vielen Funktionen in einem Cockpit würde das Zielpublikum bei weitem überfordern und eine knapp 4 wöchige Schulung voraussetzen. Das war jedoch nicht das Ziel der Entwickler und versetzte das Unternehmen wieder um Monate zurück.

Anfang des Jahres 2000 wurde durch den Entwickler Stefan R. B. Otto, die Realisation mittels  leistungsstarker Softwareprogramme und der daraus erfolgten Umsetzung durch die Verwendung eines Control-Sticks soweit vereinfacht, dass nun wirklich jeder den Simulator ohne Grundkenntnisse fliegen kann. Eine Vielzahl von s.g. Assistenten wurden entwickelt um die angehenden "Piloten" soweit wie möglich zu entlasten und kleine Pilotenfehler nahezu unbemerkt zu korrigieren.

Im Mai 2001 begann die Serienfertigung der Simulatoren und im November 2001 erfolgte, aufgrund der Anschläge vom 11. September um 2 Monate verzögert, die Eröffnung des Flugsimulations-Zentrums Space-Island® in Bielefeld. Auf Grund der Anschläge vom 11. September 2001 musste Space-Island® die gesamte Produktpalette umstellen und alle Programme zu Lasten der Darstellungsqualität in kürzester Zeit ändern.

Ziemlich genau zum 1. "Geburtstag" von Space-Island®, also im
November 2002, wurden die von vielen Gästen gewünschten 737/747 Powerflights eingeführt, immer noch um Städte und Häuser reduziert.

Am
1. November 2003 betrat Space-Island® Neuland: Die erste virtuelle Fahrt mit einem hochgezüchtetem Strandbuggy durch Loopings und mit Überschlägen wurde den Gästen von Space-Island® präsentiert, dieses Programm stellte die Plattform für die folgende Flugreihe "Fun&Easy" dar, nur der Spass ohne den Anspruch auf fliegerisches Können stand hierbei im Vordergrund.

Im
Januar 2004 erblickte die Flugreihe "Fun&Easy" das "Licht der Welt" und im Juli 2004 wurde der weltweit einzigartige "Space-Shuttle Flug" mit Bravour eingeführt. Dieser besondere Flug wurde thematisch sehr liebevoll aufbereitet und fasziniert sowohl durch die technischen wie auch künstlerischen Eindrücke gleichermassen.

Im
Oktober 2004 hat Space-Island® die Testreihe der neuen Power-Flights abgeschlossen und diese Flüge mit in das reguläre Flugprogramm mit aufgenommen. Eine Vielzahl von Piloten wie auch eingefleischten "FLUSI-Fans" haben dieses Produkt eingehend getestet und bewertet und für sehr gut befunden. Als Fluggeräte wurden durch Abstimmung die Cessna C172, F16 und die Boeing 737 gewählt, diese Flugreihe tritt an die Stelle der bisherigen 747 Flüge und beinhaltet auch Städte und Hochhäuser.

Zum
1. November 2004, also genau zum 3. Geburtstag von Space-Island®, wurde eines der technisch anspruchvollsten Werke vollendet: Der Concorde-Flug. Hierzu wurde ein ganz neues Simulations Verfahren eingesetzt, welches zuvor für den Shuttle-Flug entwickelt wurde. Dieses Verfahren ermittelt während des Fluges die ganz individuellen Verhaltensmuster der Besatzung und führt in Teilen voreilende Aktionen aus. Das Ergebnis ist ein extrem realistisches Flugerlebnis ohne das der Pilot überfordert wird.

Seitdem begeistert Space-Island® mehrere tausend Besucher, Hobby Piloten und echten Piloten, die auch nur mal so zum Spaß mit Ihren Familien den Flug in einem Cockpit geniessen.

Die Geschichte von Space-Island® ist damit natürlich noch lange nicht beendet. Alle angebotenen Programme und die gesamte technische Einrichtung von Space-Island® werden ständig weiterentwickelt und verfeinert. Aktuelle Ereignisse wie auch die Arbeit der Space-Island® Laboratories fliessen ständig in das Flugangebot ein.